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Aug 262016
 

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28/15Donnerstag, 09.04.2015

BVMed-Broschüre „Einsatz von  hydroaktiven Wundauflagen“ neu aufgelegt

Berlin | Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat  die Informationsbroschüre zur Wundversorgung mit dem Titel „Wirtschaftlichkeit und Gesundheitspolitik: Einsatz vonhydroaktiven  Wundauflagen“aktualisiert und neu aufgelegt. Die Broschüre führt in die  wichtigsten sozialversicherungsrechtlichen, medizinisch-pflegerischen und wirtschaftlichen Aspekte der Wundversorgung ein. Sie wurde vom  BVMed-Fachbereich „ModerneWundversorgung“ (FBMW) erarbeitet. Die Broschüre kann unter www.bvmed.de/broschuere-wundversorgung  kostenpflichtig bestellt oder kostenfreielektronisch heruntergeladen werden.

Neu aufgenommen wurden Informationen zu Modellvorhaben zur Übertragung ärztlicher Tätigkeiten an Pflegepersonal nach § 63 Abs. 3c SGB Vund zur  Delegation ärztlicher Leistungenan nichtärztliches Personal in der ambulanten Versorgung sowie Informationen zur Metaanalyse von Prof. Dr.Matthias Augustin,  die die bestehendeEvidenz bestätigt und die besseren Heilungschancen durch  hydroaktive Wundauflagen belegt. Neuaufgenommen wurden auch ein Abkürzungsverzeichnis und Glossar zur Wundversorgung sowie die Anhänge  „EBM-Ziffern Wundbehandlungmit Leistungsinhalt“ und  „GOÄ-GebührensätzeWundversorgung“.

Für den Einsatz hydroaktiver Wundauflagen haben Fachgesellschaften,  Krankenkassen undExpertengremien bereits Richt- und Leitlinien verabschiedet,  die deren Einsatz als anerkannten Stand derWissenschaft belegen und fordern.  DieMetaanalyse des Teams von Prof. Dr. Matthias Augustin aus dem Jahr 2013  zeigt zudem klar eine statistisch signifikanteüberlegene Wirksamkeit von  modernen Wundauflagen im Vergleich zu konventionellen Wundauflagen bei  Patienten mit chronischen Wunden.

In Deutschland leiden etwa zwei Millionen Menschen anchronisch offenen  Wunden. Neben Ulcuscruris, Dekubitus und dem Diabetischen Fuß gibt es  zahlreiche weitere Indikationen, die eineVersorgung mit hydroaktiven  Wundauflagenbenötigen. Am Beispiel Diabetischer Fuß zeigen sich die Folgen unzureichender Wundversorgung. Diese Krankheitführt  allein in Deutschland zu jährlichrund 60.000 Amputationen. Diese Amputationen sind in der Folge mit hohen Kosten für die weitereVersorgung  der Patienten verbunden. Mehrals ein Drittel der amputierten Patienten weisen ein hohes Risiko auf, zum Pflegefall zu werden.

„Insgesamt führt eine unzureichende Versorgungvon chronischen Wunden zu  längeren Behandlungszeitenfür die Patienten, verminderter Lebensqualität und  Schmerzen, Polymedikation durch zusätzlicheSchmerzmittel, dadurch bedingte Mehrkosten für das Gesundheitssystem und durch den damitverbundenen  Arbeitsausfall, schließlichzu vermeidbaren volkswirtschaftlichen Schäden“, so die Autoren in ihrem Vorwort. Bei der Entscheidung fürdie  Auswahl der Wundtherapie stündenimmer noch zu oft die Materialkosten pro Verband (Stückkosten), statt der Betrachtung der Gesamtkosten derBehandlung,  im Vordergrund, so die Kritik der Experten.